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Sinnvolle Gesichtserkennung mit zuvor gruppierten Personen
#1
Lightbulb 
Als leidenschaftlicher Fotograf habe ich auch als Privatanwender eine sehr große Zahl von Fotos angehäuft. Viele Jahre war Picasa ein treuer Begleiter - die Gesichtserkennung funktionierte für meine Anforderung erstaunlich gut. Schon Picasa stellte mich aber vor ein echtes Problem: gerade auf Gruppenfotos sind teilweise sehr viele Personen und im Lauf der Zeit wurde die Liste der Kontakte immer größer und unübersichtlicher. Ab einer gewissen Kataloggröße schien Picasa damit auch schlichtweg überfordert. Trotzdem wollte ich auch auf älteren Fotos beispielsweise meine Klassenkameraden benennen um die Zuordnung nicht zu vergessen.

Auch Lightroom Classic hat eine passable Gesichtserkennung. Leider ist der gesamte Vorgang der möglichen Zuordnungen von möglichen Personen zu bereits erfassten Gesichtern nach meine Vorstellung noch viel zu dumm. Denn in 75% der Fälle treten Personen immer in den gleichen Konstellationen auf. Also das klassische Familienbild von Familie Mustermann mit drei Kindern in allerlei Variationen. Dann die Großfamilie Mustermann mit Omas, Opas, Onkels und Tanten. Daneben stehen aber vielleicht Bilder von der Arbeitsstelle von Vater Mustermann und seinen Kollegen: der jährliche Betriebsausflug, die Weihnachtsfeier etc.

Und dann gibt es noch die klassischen Eintagsfliegen, die einmal auftauchen und dann nie wieder: die Urlaubsbekanntschaft aus Mallorca oder ein Schulkamerad, zu dem der Kontakt längst abgebrochen ist.

Von einer intelligenten Gesichtserkennung und Bildverwaltung erwarte ich eigentlich, dass ich einige Informationen mitgeben kann und diese dann bei der Bewertung mit berücksichtigt werden, ob eine bestimmte Person auf dem Bild zu sehen ist oder nicht.

Beispiel Familie Mustermann: ich gruppiere die bereits erkannten Gesichter zu einer Familie. In einer darüber liegenden Hierarchie werden dann die Mitglieder der Großfamilie einsortiert. Sind auf dem Bild dann Personen der "Kernfamilie" oder Großfamilie zu sehen, so ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass eine weitere Person auch zu dieser Familie gehören kann. Natürlich geht es nur um die Fälle, in denen ein Gesicht sowieso schon vermutlich einer Person als "ähnlich" zugeordnet wird. Aber je mehr Personen mit einem Bezug zu dieser Person auf dem Bild gefunden werden, desto größer ist eben auch die Wahrscheinlichkeit, dass die "ähnliche" Person auch die gesuchte ist.


Ein gegensätzliches Beispiel wäre die Einordnung als "Eintagsfliege". Beispielsweise in der Form, dass nur Bilder einer definierten Zeitspanne nach der Person durchsucht werden sollen. Das würde die Urlaubsbekanntschaft zuordenbar machen - aber nicht auf x-beliebigen Fotos genau diese Person als "ähnlich" vorschlagen. Ist natürlich auch denkbar, dass zufällig die Urlaubsbekanntschaft auch irgendwo anders einmal auftaucht - aber je nach Konstellation eigentlich fast ausgeschlossen. Warum also nach diesem Gesicht suchen, wenn es eh nicht mehr vorkommen kann.

Vollständig ideal wäre, dass bestimmte Bildbereiche als "für die Suche gesperrt" definiert werden könnten. Wir haben beispielsweise ein schön großes Familienfoto im Wohnzimmer hängen. Immer wenn wir ein Foto im Wohnzimmer machen, muss ich dann die Gesichtsbereiche aus dem jeweiligen Foto herausnehmen. Schließlich möchte ich nicht 1.000 Mal das betreffende Foto in der Auflistung der Gesichter haben.
#2
Hier kam leider keine Rückmeldung mehr. Ist die Anforderung wirklich so speziell, dass es niemanden interessiert? Kennt niemand das Problem mit einer großen Zahl an zuzuordnenden Personen?
#3
Vom Hersteller auch keine Bewertung?
#4
Zum Thema Gesichts/Personen-Erkennung gibt es bereits Wünsche, womöglich bekommst du deshalb wenig Reaktion, schau mal hier... https://forum.excire.com/showthread.php?...serkennung
#5
Ich hab mal einen Querlink gesetzt. Wobei es zwar auch um die Gesichtserkennung geht - aber mit einer anderen Idee.

Auffällig ist bei den verschiedenen von mir bislang genutzten Programmen, dass tatsächlich Familienmitglieder regelmäßig als ein anderes Familienmitglied vorgeschlagen werden. Das ist dahingehend spannend, weil die Software wohl irgendwelche ähnlichen Gesichtszüge oder Metriken erkennt. "Du bist ja ganz der Vater" auf technisch gesehen - denn die Software scannt ja nur irgendwelche Abstände zwischen Augen / Nase / Mund und anderer Geometrien.

Meines Erachtens könnte eine intelliegente Software mit maschinellen Lernen vielleicht sogar eine Familie eigenständig erkennen. Voraussetzung wäre, dass die Personen immer wieder auf Fotos auftauchen und vielleicht sogar noch ähnliche Gesichtszüge aufweisen. Wenn dann noch weitere "technische Zutaten" dazu kommen (Altersunterschied der Personen, gleiche Personen auf Fotos mit unterschiedlichen Aufnahmezeiträumen, Personenzahl in der Regel zwischen 3 und 7, Kinder "wachsen" im Lauf der Jahre) könnte die Software eine mögliche "Familie" vorschlagen.
#6
Aktuell findet Excire Search Personen anhand eines Vorlagebildes. Eine Personendatenbank, so wie Lightroom das selbst schon macht, führt Excire Search nicht. Mal sehen, wo die Entwicklung hingeht. Hier wären verschiedene Szenarien denkbar. Eine genaue Prognose kann man da derzeit nicht geben.


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